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Tarifpolitik Brauwirtschaft

BRTV in Kraft und 3 % mehr

In der 2. Entgelttarifverhandlung am 10.05. konnte in den frühen Abendstunden nach zähem

Ringen ein neuer Tarifvertrag vereinbart werden.
Der BRTV tritt rückwirkend zum 01.09.2010 wieder in Kraft. Er ist erstmals mit sechsmonatiger Frist kündbar zum 31.12.2013. Damit haben wir Rechtssicherheit für alle Brauereibeschäftigten erreicht.
Für die Betriebe der Radeberger Gruppe (Radeberger Brauerei, Krostitzer Brauerei, Leipziger Brauhaus zu Reudnitz) erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen
rückwirkend zum 01.02.2011 um 3 %.
Für die Beschäftigten der Bitburger Gruppe (Wernesgrüner Brauerei, Köstritzer Schwarzbierbrauerei) erhöhen sich ab 01.06.2011 die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 3 %.
Für alle Beschäftigten erhöhen sich ab 01.05.2012 die Entgelte und Ausbildungsvergütungen nochmals um 2,6 %.
Alle Beschäftigten erhalten eine zusätzliche Einmalzahlung, die im Juli 2011 ausbezahlt
wird
Radeberger Gruppe: 156 Euro brutto = netto Auszubildende 78 Euro brutto = netto
Bitburger Gruppe: 50 Euro brutto = netto         Auszubildende 25 Euro brutto = netto
Der ETV ist erstmals zum 30.04.2013 kündbar.
Eine Maßregelungsklausel wurde vereinbart: Niemand darf wegen der Teilnahme am Warnstreik benachteiligt werden.
Ohne die Warnstreiks hätten wir diesen Tarifabschluss nicht erreicht!
Danke an alle, die aktiv die Tarifverhandlungen begleitet haben.

Tarifverhandlungen

5,5 Prozent mehr für Beschäftigte der Thüringer Waldquell

In der ersten Verhandlung am 10.01.2012 konnte die Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung—Genuss—Gaststätten (NGG) für
die Thüringer Waldquell gute Tarifabschlüsse erreichen.
Die rund 125 Beschäftigten erhalten ab Januar 2012 eine Entgelterhöhung von 3 Prozent und ab Januar 2013 nochmals eine Erhöhung von 2,5 Prozent.
Der Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge steigt um 25,00 EUR und im Jahr 2013 nochmals um 25,00 EUR auf dann 300,00 EUR.
Beschäftigte, die eine freiwillige Entgeltumwandlung leisten, erhalten ab 2012 vom Arbeitgeber einen Zusatzbeitrag in Höhe von 10 % des vom Beschäftigten umgewandelten Beitrages.

Tarifverhandlungen

NGG schließt erstmalig mit Wolf Süßwaren Tarifverträge

Nach einem Warnstreik beim Süßwarenhersteller Wolf in Arnstadt konnten Tarifverträge vereinbart werden

Nach einem Warnstreik beim Süßwarenhersteller Wolf in Arnstadt konnten Tarifverträge vereinbart werden

Nach langen Verhandlungen und einem Warnstreik konnten wir einen Kompromiss mit dem Arbeitgber erzielen.

Erstmalig in der Geschichte der Wolf Süßwaren GmbH in Arnstadt haben wir einen Entgelttarifvertrag und einen Manteltarifvertrag vereinbart.
Das Wichtigste in Kürze:
1. Rückwirkend zum 01.08.2011 erhöht sich das Entgelt in allen Tarifgruppen auf 73 Prozent des derzeitigen Entgelttarifvertrages Süßwarenindustrie Ost.
2. Zum 01.11.2011 gibt es eine weitere Erhöhung im Eckentgelt von 80,00 EUR. Das entspricht einer linearen Erhöhung von 4,6 Prozent für alle Gruppen.
3. Allen Mitarbeitern, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt mehr verdienen, wird Besitzstand garantiert. Keiner verdient weniger.
4. Ab 01.01.2012 erhalten die Beschäftigten der Tarifgruppen A-C eine monatliche tarifliche Zulage in Höhe von Tarifgruppe A: 50,00 EUR Tarifgruppe B: 29,00 EUR Tarifgruppe C: 29,00 EUR.
 

Tarifverhandlungen Lantmännen

Noch kein Ergebnis erzielt!

In der 1. Tarifverhandlung am 1. Juli 2011 konnte noch kein Ergebnis erreicht werden.
Die NGG-Tarifkommission fordert:

  • Erhöhung aller Tarifgruppen um 80,00 Euro
  • eine Laufzeit vom 01.06.2011 bis 31.05.2012

Das Arbeitgeberangebot:

  • Einmalzahlung für Juni 2011 von 40,00 Euro
  • ab 01.07.2011 für alle Tarifgruppen eine Erhöhung von 40,00 Euro brutto
  • Einmalzahlung für NGG-Mitglieder von 50,00 Euro
  • eine Laufzeit vom 01.06.2011 bis 31.05.2012

Des Weiteren hat der Arbeitgeber mitgeteilt, dass die übertarifliche Zahlung auf die tarifliche Entgelterhöhung angerechnet werden soll.

D. h., dass ein Drittel der Beschäftigten (ehemalige Facharbeiter, welche jetzt in TG 1 arbeiten) damit keine Entgelterhöhung erhalten.
Die Beschäftigten im Werk Harrislee erhalten alle eine tariflich vereinbarte Entgelterhöhung von 55,00 Euro plus 50,00 Euro für NGGMitglieder.
Mit dem Arbeitgeberangebot im Werk Suhl würde die Entgeltschere noch weiter auseinandergehen. Dies kann von der NGG-Tarifkommission nicht
akzeptiert werden.
Deshalb findet die 2. Tarifverhandlung nach der Betriebsversammlung am 12.07.2011 statt.

Tarifverhandlungen Wolf Süßwaren GmbH

NGG Mitglieder lehnen das Angebot ab

In einer Mitgliederversammlung wurde von der überwältigenden Mehrheit der NGG Mitglieder das Angebot der Arbeitgber abgelehnt.

„Das Angebot der Arbeitgeber von 71,5 Prozent des jetzt geltenden Entgelttarifvertrages der Süßware Ost entspricht eher einem Schaumangebot als ein ernstzunehmendes Angebot. Das lassen wir uns nicht bieten!“ so Jens Löbel, Verhandlungsführer der NGG Region Thüringen.
„ Die Arbeitgeber ignorieren den aktuellen Tarifabschluss im Schwesterwerk in Grabow. Dort bekommen die Beschäftigten schon rund 75 Prozent des Entgeltes. Die Kolleginnen und Kollegen in Arnstadt arbeiten in einer Vollkontischicht, d.h. 7 Tage die Woche, rund um die Uhr und das teilweise für einen Stundenlohn von derzeit 6,14 Euro.“ Die Branche“, so Löbel weiter, „verdient trotz des veränderten Konsumverhaltens weiterhin gutes Geld. In den Portmonaise unserer Kolleginnen und Kollegen herrscht dagegen Ebbe.“
Das Betrieb Wolf Süßwaren GmbH gehört zur Continental Bakeries Gruppe. Dieses Unternehmen ist eines der Größten und Umsatzstärksten der Süßwarenbranche, wo es bisher noch keine Tarifverträge gab. 
Dieses Angebot gilt jedoch nur, wenn die Tarifkommission einerabgespeckten Variante des Manteltarifvertrages zustimmt. Hier ist explizit die Arbeitszeit und die Jahressonderzuwendung genannt worden. So soll die Arbeitszeit weiter bei 174 Stunden im Monat liegen und die Jahressonderzahlung nicht, wie in der Süßwarenbranche üblich, ein 13. Monatsgehalt betragen.

Tarifverhandlungen Wolf Süßwaren GmbH

NGG Mitglieder lehnen das Angebot ab

In einer Mitgliederversammlung wurde von der überwältigenden Mehrheit der NGG Mitglieder das Angebot der Arbeitgber abgelehnt.

„Das Angebot der Arbeitgeber von 71,5 Prozent des jetzt geltenden Entgelttarifvertrages der Süßware Ost entspricht eher einem Schaumangebot als ein ernstzunehmendes Angebot. Das lassen wir uns nicht bieten!“ so Jens Löbel, Verhandlungsführer der NGG Region Thüringen.
„ Die Arbeitgeber ignorieren den aktuellen Tarifabschluss im Schwesterwerk in Grabow. Dort bekommen die Beschäftigten schon rund 75 Prozent des Entgeltes. Die Kolleginnen und Kollegen in Arnstadt arbeiten in einer Vollkontischicht, d.h. 7 Tage die Woche, rund um die Uhr und das teilweise für einen Stundenlohn von derzeit 6,14 Euro.“ Die Branche“, so Löbel weiter, „verdient trotz des veränderten Konsumverhaltens weiterhin gutes Geld. In den Portmonaise unserer Kolleginnen und Kollegen herrscht dagegen Ebbe.“
Das Betrieb Wolf Süßwaren GmbH gehört zur Continental Bakeries Gruppe. Dieses Unternehmen ist eines der Größten und Umsatzstärksten der Süßwarenbranche, wo es bisher noch keine Tarifverträge gab. 
Dieses Angebot gilt jedoch nur, wenn die Tarifkommission einerabgespeckten Variante des Manteltarifvertrages zustimmt. Hier ist explizit die Arbeitszeit und die Jahressonderzuwendung genannt worden. So soll die Arbeitszeit weiter bei 174 Stunden im Monat liegen und die Jahressonderzahlung nicht, wie in der Süßwarenbranche üblich, ein 13. Monatsgehalt betragen.

Tarifverhandlungen Ernährungswirtschaft

Ergebnis erziehlt

In der zweiten Tarifverhandlung konnte für die Beschäftigten in der Thüringer Ernährungswirtschaft
am 16. Mai 2011 konnte ein Tarifergebnis erzielt werden.
Die Ergebnisse konkret:

  • Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen steigen ab 1. Juni 2011 um 2,5 %.
  • Alle Vollzeitbeschäftigten erhalten im Monat Juli eine Einmalzahlung von 50 Euro brutto = netto, Teilzeitbeschäftigte erhalten die Zahlung anteilig und Auszubildende erhalten 25,- Euro brutto = netto.
  • Zum 01.05.2012 erhöhen sich alle Entgelte und Ausbildungsvergütungen nochmals um 2,5 %.
  • Die Entgelte der Beschäftigten der Nadler Feinkost GmbH werden zum 01.01.2012 und zum 01.01.2013 an die Entgelte der Born Senf & Feinkost GmbH, Erfurt angepasst.
  • Der Entgelttarifvertrag ist erstmals zum 31.01.2013 kündbar.
  • Dieses Tarifergebnis ist kein Grund zum Jubel. Das haben wir auch gegenüber den Arbeitgebern deutlich gemacht.

Ernährungswirtschaft Thüringen

Aushängeschild mit Niedriglöhnen

Thüringer Ernährungswirtschaft – Arbeitgeber verweigern Einstiegslöhne von 8,50 Euro und gerechte Lohnerhöhung!


Am 5. April 2011 fand in Gotha die erste Verhandlung über einen neuen Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten in der Thüringer Ernährungswirtschaft statt.
Die Gewerkschaft NGG (NGG) fordert eine 5-prozentige Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen und eine Anhebung der Einstiegslöhne auf 8,50 Euro.
„Die Weigerung der Arbeitgeber die Einstiegslöhne auf 8,50 Euro anzuheben sowie eine Lohnerhöhung von weniger als 1,6 Prozent im Volumen können wir nur als Affront verstehen. In Thüringen belegt die Ernährungswirtschaft bei den Umsätzen landesweit den 2. Platz. Mit diesem Angebot partizipieren die Beschäftigten nicht an den erfreulich guten Erträgen. Auf diese Weise bereiten die Arbeitgeber selbst den Weg hin zu einem Fachkräftemangel. Da werden wir nicht mit gehen“, sagt Petra Schwalbe, Landesbezirksvorsitzende der NGG Ost.
Im Einzelnen haben die Arbeitgeber nach vier Leermonaten 2,1 Prozent ab 1. Juni geboten. Das entspricht effektiv weniger als 1,6 Prozent im Volumen für die ersten 16 Monate. Ab dem 1. Juni 2012 sollen die Entgelte bis zum 31. Dezember 2012 um 1,7 Prozent erhöht werden. Damit würde die Ernährungswirtschaft von der allgemeinen Tarifentwicklung abgekoppelt.
„Das ist bei gleichzeitiger Weigerung der Anhebung der Einstiegslöhne auf 8,50 Euro absolut unannehmbar“, so die Verhandlungsführerin Schwalbe. Am 16. Mai 2011 wird weiter verhandelt. „Wir hoffen, dass dann ein faires Angebot vorgelegt
wird“, so Petra Schwalbe.

Tarifverhandlungen Süßwarenindustrie

Abschluss perfekt

Nach etlichen Tarifrunden über mehrere Monate gab es folgendes Verhandlungsergebnis,
dem die Große Tarifkommission am 18.April 2011 zustimmte:

  • Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen erhöhen sich in den verschiedenen Bundesländern und jeweiligen Tarifgebieten nach einem Leermonat ohne Erhöhung
    dann für 12 Monate um3 % ! und nach Ablauf dieser 12 Monate um weitere2,8 %
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer z.B. in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern usw. erhielten bisher ungefähr zwischen 130 € bis 200 € netto an Vermögenswirksamen
    Leistungen . Die Tarifverträge über diese Vermögenswirksame Leistungen in den westlichen Tarifgebieten treten zum 31.12.2011 außer Kraft. Zukünftig erhalten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den alten Bundesländern regelmäßig je vollem Jahr einen weiteren zusätzlichen Altersvorsorgebeitrag zwischen 351 € und 395 € netto!
  • Auszubildende erhalten 50% und für Teilzeitbeschäftigte gelten die üblichen Regeln.
  • In den neuen Bundesländern gab es bisher keine Tarifverträge über Vermögenswirksame Leistungen. Umso besser: Hier erhalten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sofern es nicht bereits eine entsprechende betriebliche Leistung gibt, einen paritätisch finanzierten Altersvorsorgebeitrag ab 2012 von jährlich zunächst
    240 € netto, der nach zwölf Monaten aufgestockt wird um weitere 79,08 € auf dann insgesamt 319,08 € netto!
  • Die Betriebsparteien können Betriebsvereinbarungen zur Einbringung von Zeitguthaben in die Altersvorsorge abschließen.

Tarifverhandlungen Klemme AG

Tarifabschluss erreicht! Entgelte steigen um 2,6 %

In der zweiten Entgelttarifverhandlung am 09.03.2011 hat die Tarifkommission einen Tarifabschluss vereinbart.
• Ab 01.04.2011 erhöhen sich alle tariflichen Entgelte um 2,6 %.
• Des weiteren erhalten alle Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 75,- € brutto = netto.
• Ab 01.04.2012 erhöhen sich alle tariflichen Entgelte um weitere 40,- € brutto. Damit erhöht sich das Entgelt in der Bewertungsgruppe B um 2,8 %. In dieser Gruppe sind die überwiegende Mehrzahl der Beschäftigten eingruppiert.
Die Ausbildungsvergütungen betragen ab 01.04.2011:
Im 1. Jahr der Ausbildung 450,- €
Im 2. Jahr der Ausbildung 500,- €
Im 3. Jahr der Ausbildung 550,- €
Im 4. Jahr der Ausbildung 600,- €
Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate und ist erstmals zum 28.02.2013 kündbar.

Tarifverhandlungen Klemme AG

Tarifabschluss erreicht! Entgelte steigen um 2,6 %

In der zweiten Entgelttarifverhandlung am 09.03.2011 hat die Tarifkommission einen Tarifabschluss vereinbart.
• Ab 01.04.2011 erhöhen sich alle tariflichen Entgelte um 2,6 %.
• Des weiteren erhalten alle Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 75,- € brutto = netto.
• Ab 01.04.2012 erhöhen sich alle tariflichen Entgelte um weitere 40,- € brutto. Damit erhöht sich das Entgelt in der Bewertungsgruppe B um 2,8 %. In dieser Gruppe sind die überwiegende Mehrzahl der Beschäftigten eingruppiert.
Die Ausbildungsvergütungen betragen ab 01.04.2011:
Im 1. Jahr der Ausbildung 450,- €
Im 2. Jahr der Ausbildung 500,- €
Im 3. Jahr der Ausbildung 550,- €
Im 4. Jahr der Ausbildung 600,- €
Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate und ist erstmals zum 28.02.2013 kündbar.

Tarifverhandlungen Ospelt food GmbH

Tarifvertrag abgeschlossen

Unsere NGG-Tarifkommission hat am gestern bei den Haustarifverhandlungen für die Kalenderjahre 2011 und 2012 folgendes

Ergebnis erzielen: 
Erhöhung der Löhne und Gehälter rückwirkend ab 01.01.2011 um 2,8 Prozent sowie ab 01.01.2012 um 2,5 Prozent 
im Eckentgelt.
 Die Laufzeit des Entgelttarifvertrages für die Ospelt food GmbH Apolda beträgt 24 Monate und endet zum 31. Dezember 2012.
 Für die Auszubildenden erhöhen sich die Vergütungen wie folgt:
1. Lehrjahr: 520,00 €
2. Lehrjahr: 600,00 €
3. Lehrjahr: 670,00 €
4. Lehrjahr: 770,00 €
 
Auf diesem Wege nochmals herzlichen Dank an die Tarifkommissions-Mitglieder 
Olaf Franke, Harald Beyer, Matthias Bönnicke, Wolfgang Hohl,
Matthias Mönch, Thomas Handwerk, Marcel Göbel

Tarifverhandlungen Ernährungswirtschaft

Forderungen sind erstellt!

Der Entgelttarifvertrag der Ernährungswirtschaft Thüringen wurde zum 31.01.2011 gekündigt.

Die NGG-Tarifkommission hat folgende Forderungen beschlossen:

  • In einem Anschlusstarifvertrag mit einer Laufzeit von 12 Monaten sollen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5% erhöht werden, wobei in den untersten Entgeltgruppen 8,50 Euro erreicht werden sollen.
  • Erhöhung des Arbeitgeberbeitrages zur Altersvorsorge für alle Betriebe der Tarifgemeinschaft.
 
Die Tarifverhandlungen werden nicht einfach werden.
Es ist an der Zeit, Euren Arbeitgebern klar zu machen:
Gute Arbeit - gute Leute - gutes Geld
 

Thüringer Gastgewerbe

Tarifabschluss erreicht! Entgelte steigen um 4,6 %

Nach konstruktiven Tarifverhandlungen konnte am 10.12.2010 in der 2. Verhandlung ein neuer Entgelttarifvertrag (ETV) vereinbart werden.
Hier der Abschluss im Einzelnen:
1. Der Entgelttarifvertrag wurde rückwirkend zum 01.09.2010 vereinbart.
2. Für die Monate September—Dezember 2010 erhalten alle Beschäftigte, die am 01.07.2010 bis mindestens 31.12.2010
(Azubis: ab 01.08.2010 –31.12.2010) in Beschäftigung stehen,eine Einmalzahlung in Höhe von brutto 150,00 EUR, Auszubildende
erhalten brutto 50,00 EUR. Die Auszahlung erfolgt spätestensmit der Entgeltzahlung im Januar 2011.
3. Die Entgelte erhöhen sich zum 01.01.2011 um 2,4 Prozent.
4. Das Entgelt in der Bewertungsgruppe (BG) 2 für den Hotel– und Gaststättenbereich wird ab dem 01.01.2011 auf das Niveau der BG 3 angehoben.
Das bedeutet eine Erhöhung von 6,3 Prozent.
5. Das Entgelt in der BG 1 im Bereich der Handels-, System-, Fastfoodgastronomie sowie im Cateringbereich wird zum 01.01.2011 auf das Niveau
der BG 2 angehoben. Damit erhöht sich das Entgelt in der untersten BG um 12,1 Prozent.
6. Ab 01.01.2012 erhöhen sich alle Entgelte nochmals um 2,2 Prozent.
7. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ebenfalls und betragen zum
01.01.2011
1. Ausbildungsjahr 382,00
2. Ausbildungsjahr 490,00
3. Ausbildungsjahr 545,00
8. Die Tätigkeitsbeispiele in den einzelnen Bewertungsgruppen wurden überarbeitet.

9. Der Entgelttarifvertrag ist erstmals zum 31.12.2012 kündbar.

Tarifverhandlungen Gastgewerbe Thüringen

Beschäftigte müssen am Wirtschaftswachstum beteiligt werden!

Am 28.10.2010 ab 15:00 Uhr beginnen die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Thüringer Gastgewerbes.

„Die Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe bringen jeden Tag gute Leistungen. Sie arbeiten an Sonn- und Feiertagen, am Abend und in der Nacht und sind auch im größten Stress freundlich und kompetent. Dies sollten die Arbeitgeber auch endlich wertschätzen und mit uns gemeinsam in den Verhandlungen am 28. Oktober in Erfurt einen neuen Entgelttarifvertrag auf Grundlage einer Erhöhung der Entgelte von 5% abschließen“ begründet die Landesbezirkvorsitzende Ost, Petra Schwalbe, die Forderung nach höheren Löhnen in der diesjährigen Tarifrunde.

Nach dem Krisenjahr 2009 sind auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen, insbesondere unter dem Blick der Steigerung der Gästeankünfte und Übernachtungszahlen in Thüringen, sowie der zusätzlichen eine Milliarden Euro durch den reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Branche, gegeben.

 

 

Tarifverhandlungen Gastgewerbe Thüringen

Keine Einigung nach unzureichenden Angebot der Arbeitgber

Am 28.10.2010 fand die erste Tarifrunde für einen neuen Entgelttarifvertrag für das
Gastgewerbe in Thüringen statt.
Die Arbeitgeber verwiesen darauf, dass die von der NGG geforderte fünfprozentige Entgelterhöhung bei einjähriger Laufzeit nicht finanzierbar sei. 

Auch die Forderung nach einer mindestens einjährigen Übernahme der Auszubildenden lehnten die Arbeitgeber kategorisch ab. Auch die von NGG geforderten Einstiegslöhne in Höhe von 8,50 Euro sind für die Arbeitgeber absolut unvorstellbar.

Die Arbeitgeber boten ihrerseits an, die Entgelte für eine Laufzeit von 24 Monaten in drei
Stufen um jeweils 1,5% zu erhöhen. Weiter machten sie deutlich , dass sie eine rückwirkende Entgelterhöhung für ausgeschlossen halten und sie nur über zukünftige Erhöhungen verhandeln. Dies bedeutet im Klartext, dass es für die Beschäftigten Leermonate geben soll. Die zweite Entgelttarifverhandlung
findet am 10.12.2010 in Erfurt statt.

Tarifverhandlungen Gastgewerbe Thüringen

Forderungen erstellt! 5 % sind gerecht!

In der Sitzung der Tarifkommission am 26.08.2010 wurden für einen neuen Entgelttarifvertrag folgende Forderungen beschlossen.

  1. In einem Anschlusstarifvertrag mit einer Laufzeit von 12 Monaten sollen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5 % erhöht werden.
  2. Darüber hinaus sollen in den untersten Bewertungsgruppen mindestens 8,50 Euro auf absehbare Zeit erreicht werden.
  3. Alle Auszubildenden sollen nach der Ausbildung mindestens für 12 Monate im erlernten Beruf übernommen werden.

 

Die Tarifverhandlungen werden nicht einfach werden!
Wir brauchen auch die Unterstützung der Noch-Nicht-Mitglieder!

Milchwerke Thüringen Erfurt

3,81 Prozent mehr Geld

In der heutigen konstruktiven Tarifverhandlung wurde für die Beschäftigten der Humana Milchindustrie GmbH, Erfurt ein neuer Lohn– und Gehaltstarifvertrag abgeschlossen:

  • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab 01. Mai 2010 um 2,48 %.
  • Ab Mai 2010 erhalten alle Vollzeitbeschäftigten monatlich eine dauerhafte erhöhte Zulage von 90,- Euro (Teilzeitbeschäftigte erhalten die Zahlung anteilig, Azubis erhalten monatlich 45,- Euro).
  • Auszubildende werden befristet für ein Jahr nach der Ausbildung übernommen, wenn die Abschlussnote mindestens mit 3 belegt ist.
  • Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 12 Monaten und ist erstmals zum 31.03.2011 zu kündigen.

Mit diesem Abschluss konnte in einer schwierigen Zeit ein akzeptables Ergebnis erzielt werden. Wir haben weiterhin erreicht, dass die Schere zu anderen Tarifgebieten nicht weiter auseinander geht.
Wir danken den Mitgliedern der Tarifkommission für ihre aktive Unterstützung.

Gutena GmbH Apolda

Tarifliche Ergänzungsvereinbarung abgeschlossen

Im Rahmen der ersten Verhandlung ist es uns am 04.05.2010 gelungen, einen neuen Tarifvertrag für die GUTENA GmbH in Apolda abzuschließen.

Der Ecklohn erhöht sich
ab 01.05.2010 + 1,5 % (+ 32 Euro) auf 2133 Euro
ab 01.11.2010 + 1,6 % (+ 34 Euro) auf 2167 Euro
ab 01.06.2011 + 0,9 % (+ 20 Euro) auf 2187 Euro
ab 01.11.2011 + 0,9 % (+ 20 Euro) auf 2207 Euro
Die Entgelte der anderen Tarifgruppen verändern sich entsprechend der Relationen.
Damit erhöhen sich die Entgelte um insgesamt 4,9 %.
Die tarifliche Ergänzungsvereinbarung endet zum 31.12.2011 ohne Nachwirkung.
Wir danken den Mitgliedern der Tarifkommission für ihre engagierte
Arbeit und Unterstützung!!
Die Tarifverhandlungen haben uns wieder gezeigt, dass wir nichts geschenkt bekommen. Deshalb fordern wir all jene auf, die noch nicht NGG-Mitglied sind, sich uns anzuschließen!!!
Die künftigen Verhandlungen werden nicht einfacher, nur gemeinsam sind wir stark.

Tarifverhandlungen

Warnstreik in der Köstritzer Schwarzbierbrauerei

Kolleginnen und Kollegn der Brauerei

Heute sind über 35 Kolleginnen und Kollegen der Köstritzer Schwarzbierbrauerei einem Aufruf der Gewerkschaft NGG zu einem Warnstreik gefolgt.

 
„Das Angebot der Arbeitgeber von 1,4 Prozent entspricht eher einem Dünnbier als einem Starkbier. Das lassen wir uns nicht bieten!“ so Christl Semmisch, Geschäftsführerin der NGG Region Thüringen.
„Die Arbeitgeber ignorieren alle aktuellen Abschlüsse die in der Brauwirtschaft 2010 in anderen Tarifgebieten erzielt wurden.“ so die Verhandlungsführerin der NGG Petra Schwalbe. „Die Brauereien“, soSchwalbe weiter, „verdienen trotz des veränderten Konsumverhaltens weiterhin gutes Geld. In den Geldbörsen unserer Kolleginnen und Kollegen herrscht dagegen Ebbe.“
Der Tarifvertrag wurde von der NGG fristgemäß zum 28.02.2010 gekündigt.
In der ersten Tarifverhandlung haben die Arbeitgeber ein mageres Angebot von 1,4 Prozent angeboten.
Die Gewerkschaft NGG hat ihre Forderung der Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen
von 5 Prozent für die Laufzeit von einem Jahr ausreichend begründet. Außerdem fordert die
NGG eine dauerhafte Erhöhung des Arbeitgeberbeitrages zur Altersvorsorge und die Übernahmeregelung für Auszubildende.

Tarifverhandlungen

Brauwirtschaft Thüringen/Sachsen

Am 27. Mai 2010 fand in Dresden die erste Verhandlungsrunde über einen
neuen Entgelttarifvertrag statt.
Wir haben deutlich gemacht, dass die Schere zu vergleichbaren Tarifgebieten nicht weiter auseinandergehen darf.
Die Arbeitgeber ignorierten die aktuellen Abschlüsse, die im Jahre 2010 in der Brauwirtschaft in anderen Tarifgebieten erzielt wurden.
Die NGG-Tarifkommission verschloss sich nicht dem Vorschlag der Arbeitgeber nach einer verkürzten Laufzeit des Tarifvertrages, um dann im Januar 2011 möglichst innerhalb einer größeren Tarifgemeinschaft zu verhandeln.
Wir machten jedoch deutlich, dass auch bei einer verkürzten Laufzeit das Entgelt stimmen muss.
Das Angebot der Arbeitgeber:
1. Erhöhung der Entgelte ab 1. Juli 2010 um 1,4 %.
    Das sind in der Ecklohngruppe 4 (100 %) + 37 Euro.
2. Für die Monate März bis Juni soll es eine Einmalzahlung (brutto = netto) geben, die in ihrer Höhe nicht beziffert wurde.

Tarifpaket mit der CCE AG erfolgreich geschnürt

Beschäftigung ist gesichert

In der Nacht zu Montag hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der achten Verhandlungsrunde ein Tarifergebnis mit Deutschlands größtem Getränkehersteller, der Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE) AG erzielt: „Nach Androhung von massiven Warnstreiks und außerordentlich schwierigen Verhandlungen ist es gelungen, vor allem die Beschäftigung zu sichern und Eckpunkte für fünf Tarifverträge zu vereinbaren“, hat Claus-Harald Güster, Verhandlungsführer und stellvertretender NGG-Vorsitzender, nach dem letzten Verhandlungsmarathon von vier Tagen und vier Nächten erklärt.

 Im Einzelnen wurden neben der Beschäftigungssicherung Regelungen zur Arbeitszeit, Altersteilzeit, zum Entgelt und zu Manteltarifverträgen vereinbart:
  •  Die „Rote Flotte“ bleibt in der CCE AG erhalten. Auch für Fahrer gilt eine qualifizierte Beschäftigungssicherung.
  • Keine betriebsbedingten Kündigungen von NGG-Mitgliedern. Versetzungen aufgrund von Überkapazitäten an den Produktionsstandorten sind nur innerhalb der Verkaufsgebiete möglich.
  • Kein Outsourcing von Produktion und Dienstleistungen: Kommissionierung, Sortierung und der IT-Bereich werden nicht ausgelagert.
  • Stärkere Einbindung, das heißt mehr Rechte der Betriebsräte bei der Umstrukturierung.
  • Freiwillige Regelungen zur Altersteilzeit.
  • Mit dem Tarifvertrag zur Arbeitszeit kann die CCE flexibel auf die Lage am Getränkemarkt reagieren: Wochenarbeitszeit kann auf 48 Stunden ausgedehnt werden, Wochenendarbeit bleibt die Ausnahme.
  • Manteltarifverträge, in denen u.a. tarifliche Arbeitszeit von 37,5 Stunden, Urlaub, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld geregelt sind, bleiben in Kraft.
  • Die Entgelte steigen 2010 um 200 Euro, 2011 um 300 Euro plus Inflationsausgleich und 2012 um 2,3 Prozent.
  • Alle Auszubildenden werden für 12 Monate übernommen.
 
Die Tarifverträge haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2012.
Bei der CCE AG sind derzeit ca. 11.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, davon über 248 am Standort in Weimar beschäftigt.

Tarifverhandlungen Coca Cola

Sparen, Drohen und olle Kamellen

Mehr hatten die Arbeitgeber der CCE AG als Einstieg in denTarifverhandlungen nicht zu bieten.
Da wurde extra der Finanzvorstand Derek Cunningham aufgeboten, um das altbekannte Lied des Untergangs der Gewinne vorzutragen.
Der Finanzvorstand wiederholte nochmals die Forderung nach Einsparungen in Höhe von 110 und 150 Millionen € im Personalbereich.
Damit ist klar: Sie wollen ihr Sparpaket umsetzen. Coca Cola will die Schließung von vier Produktions– und 20 Vertriebsstandorten!
Wir lassen uns nicht einschüchtern!
Unsere sachlich begründeten Vorschläge zur Beschäftigungssicherung liegen auf dem Tisch. Wir erwarten vom Unternehmen endlich eine konstruktive Verhandlungseinstellung.
Beschäftigungssicherung ist unsere erste Forderung!
Wir haben die Vorstellungen der Arbeitnehmer eingebracht. Aber die Geschäftsleitung der CCE AG ist noch meilenweit von realistischen Vorschlägen entfernt!

Wenn es nicht anders geht, dann müssen wir eine andere Sprache sprechen!

Tabakhaus Dingelstedt

Nach 5. Verhandlung - Abschluss geglückt

Nur durch die Unterstützung unserer Mitglieder konnten wir die tariflose Zeit

abwenden.
In der 5. Verhandlungsrunde wurde nach schwierigen Tarifverhandlungen
ein Kompromiss erzielt, der beiderseits bis zum 24. Februar 2010 widerrufen werden kann.
Im Februar 2010 wird eine Einmalzahlung in Höhe von 156 € brutto ausgezahlt
Ab 01.02.2010 erhöhen sich die Entgelte nach veränderter Ein– und Umgruppierung um ein Volumen von mindestens 5,77 Prozent.  Ab 01.08.2010 erhöhen sich die Entgelte um weitere 2,5 Prozent mit einer Laufzeit des Tarifvertrages bis zum 31.07.2011.
Ebenso wurde ein neuer Manteltarifvertrag abgeschlossen.

Tarifverhandlungen Süßwarenindustrie

4,9 % Tariferhöhung in 2 Stufen

In der Tarifverhandlung am 17.12.09 konnte ein Ergebnis zwischen der

NGG-Tarifkommission und der Arbeitgeberseite erzielt werden.
Diesem Ergebnis hat die NGG Tarifkommission zugestimmt.
Das Ergebnis:
  • Ab 01. März 2010 steigen die Entgelte um 3,0 Prozent.
  • Ab 01. Januar 2011 erhöhen sich die Entgelte noch einmal um 1,9 Prozent.
  • Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich zum 01.08.2010 um  3 Prozent und zum 01.08.2011 noch einmal um 1,9 Prozent.
  • Der neue Entgelttarifvertrag kann erstmals zum 31.12.2011 gekündigt werden.
Die Entgelttarifverhandlungen sind abgeschlossen, doch in Kürze stehen die Verhandlungen zur Altersvorsorge an.

Vion Food Weimarer Wurstwaren

Arbeitgeber verweigern Tarifverträge

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

am 09. Oktober 2009 fand die erste Tarifverhandlung für einen eigenständigen Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten der Vion Food Weimarer Wurstwaren GmbH statt. Die Tarifverhandlung war jedoch nach gut einer Stunde beendet, nachdem Euer Arbeitgeber sein wahres Gesicht gezeigt hatte.
Euer Arbeitgeber ist nicht bereit einen Entgelttarifvertrag mit
NGG – Eurer Interessenvertretung - zu vereinbaren. Er will sich den erkämpften und zukünftigen Leistungen eines Tarifvertrages entziehen.

Thüringer Waldquell

Neue Entgelt- und Altersvorsorge-Tarifverträge abgeschlossen

Für die Beschäftigten der Thüringer Waldquell Mineralbrunnen GmbH und der Glashäger Brunnen GmbH konnten in der zweiten Tarifverhandlung am 3.12.2009 neue Entgelt- und Altersvorsorge-Tarifverträge abgeschlossen werden. Die neuen Tarifverträge haben jeweils Laufzeiten bis zum 31.12.2011. In jeweils 2 Stufen steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um insgesamt 4,75 Prozent. Im neuen Altersvorsorge-Tarifvertrag konnte ein jährlicher Arbeitgeberbeitrag von 250 € vereinnbart werden.

Die erste Tarifverhandlung über einen neuen Entgelttarifvertrag am 29. Oktober 2009 hatte sich zäh und schwierig gestaltet. Nach 6 Stunden war die Verhandlung unterbrochen worden, weil das Arbeitgeberangebot für die Arbeitnehmerseite nicht annehmbar gewesen war.

Tarifautonomie

Urteil zur Leiharbeit - Absage an unchristliche Gefälligkeitstarifverträge

Das Gericht begründete das Urteil damit, dass die CGZP weder Mitgliedszahlen bei den Zeitarbeitskräften noch ausführlichen Angaben zu ihrer Organisationsstruktur machen konnte. „Das Urteil zeigt, dass für gewerkschaftliche Tätigkeit klare Spielregeln gelten müssen. Ohne Mitglieder und ohne gewerkschaftliche Strukturen können die Interessen der ArbeitnehmerInnen nicht effektiv vertreten werden.“, so Steffen Lemme, DGB-Landesvorsitzender zu den Praktiken der Tarifgemeinschaft CGZP.

 
In Thüringen schließt der CGZP mit dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) regelmäßig Dumping-Tarifverträge ab, die unter dem DGB-Tarif liegen. Zusätzlich zur schlechteren Entlohnung werden die ZeitarbeitnehmerInnen fast ausschließlich in die unterste Lohngruppe als Helfer und nicht entsprechend ihrer tatsächlichen Arbeitsaufgaben oder Qualifikation eingruppiert und verlieren damit 2,23€ pro Stunde. Darüber hinaus können die Betroffenen innerhalb von wenigen Tagen gekündigt werden.
 
Die Krönung des Ganzen: das Arbeitsortsprinzip ist ausgeschlossen, das heißt, wird ein Arbeitnehmer in den neuen Ländern eingestellt und arbeitet in den alten Bundesländern, erhält er dennoch immer nur den abgesenkten „Ost-Lohn“.
„Im Rahmen einer Anhörung zur Leiharbeit im Thüringer Landtag im März 2008 konnte der CGZP nicht belegen, dass er in Thüringen Mitglieder hat, die ihn ‚verhandlungsmächtig’ machen. Der CGZP ist aus unserer Sicht nicht berechtigt eigene Tarifverträge abzuschließen“ so Frank Zwicker, zuständig für Zeitarbeit bei der Gewerkschaft ver.di.
 
In Thüringen arbeiteten vor der Entlassungswelle Ende 2008 rund 30.000 ArbeitnehmerInnen in der Leiharbeitsbranche. In Regionen wie Gera und Eisenach waren elf bzw. neun Prozent der Beschäftigten LeiharbeitnehmerInnen.
Die Tarifgemeinschaft CGZP ist Mitglied im „Christlichen Gewerkschaftsbund“ (CGB), der seine Mitgliederzahlen nicht offen legt und für Niedriglohntarife bekannt ist.
 
In Thüringen ist der Ministerpräsident Dieter Althaus Mitglied im CGB. „Die CDU muss ihre Blockade gegen einen Mindestlohn für LeiharbeitnehmerInnen aufgeben und der Aufnahme der Branche ins Entsendegesetz zustimmen“ wendet sich Lemme an Althaus, der auch Mitglied im CDU-Präsidium ist.

Tarifvertrag

Tarifgespräche bei Süd - Ostfleisch Altenburg

Am 26. März 2009 fand nach zahlreichen NGG-Bemühungen, ein Gespräch mit der Geschäftsleitung  der Süd - Ostfleisch Altenburg, gehört zum VION Konzern, zum Stand der Verhandlungen für neue Tarifverträge statt.

 
Wie schon bekannt, hat die Gewerkschaft NGG  schon im Jahr 2006 mit den Verhandlungen zu einem neuen Entgelttarifvertrag begonnen.
Die Geschäftsleitung erklärte in dem Gespräch, dass auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Lage momentan aus ihrer Sicht neue Verhandlungen nicht möglich sind.
Gewerkschaft und Arbeitgeber haben gemeinsam verabredet, im Herbst diesen Jahres die Gespräche fortzuführen.
 
Um diese Gespräche zukünftig noch erfolgreicher führen zu können, brauchen wir euch und eure Unterstützung.
 
NGG sollte bei Süd-Ost Fleisch noch stärker werden!

Tarifverhandlungen

100 %ige Angleichung der Tarifbedingungen im Osten erreicht!

Mindestlohn von 7,65 € pro Stunde nach 6-monatiger Beschäftigung!
Tarifliche Entgelte steigen während der Laufzeit um 4 %!


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Die diesjährige Tarifrunde für die Beschäftigten in der Verkaufsorganisation der
„Nordsee“ Fisch-Spezialitäten GmbH zeigt deutlich: In einem Unternehmen, in dem der Dialog mit ArbeitnehmerInnen und ihrer Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) zur Unternehmenskultur gehört, ist ein guter Tarifabschluss möglich.
Dies gilt auch, wenn das wirtschaftliche Umfeld schwierig ist.
Hier kurz und knapp das Ergebnis:

  • ab dem 01.04.2009 werden die Entgelte der Kolleginnen und Kollegen von Rostock bis Dresden und Erfurt an die Entgelthöhe im Westen Deutschlands angeglichen.

Damit wird eine langjährige zentrale NGG-Forderung: Gleiche Arbeit - gleiches Recht in Ost und West, erreicht.

  • die Entgelte werden in allen Entgeltgruppen ab dem 01.04.2009 um 2,1 Prozent erhöht; ab dem 01.01.2010 erfolgt eine weitere Anhebung um 1,9 Prozent. Ab April 2009 beträgt der Mindestlohn in der Tarifgruppe 1 somit 7,65 €.
  • den MitarbeiterInnen, die in den Jahren 2006 bis 2008 eine Leistungsprämie
    erhalten haben, wird ab 01. Januar 2009 monatlich eine individuelle Zulage gewährt. Die bisher halbjährlich gewährten Leistungsprämien entfallen.
  • Für die Jahre 2009 und 2010 wird ein Store-Prämiensystem vereinbart.
  • Die eigenständigen „Nordsee“-Tarifverträge haben eine Laufzeit bis 31.12.2010

 

Wir bedanken uns bei allen Kolleginnen und Kollegen, die uns in den vergangenen Monaten unterstützt haben.
Gute Tarifabschlüsse gibt es nur dort, wo die Beschäftigten sich mit ihrer NGG dafür einsetzen.

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