Am Samstag kamen im Erfurt Hotel Radisson SAS die Delegierten der Gewerkschaft NGG, Region Thüringen, zusammen, um die Arbeit in der vergangenen Periode zu bewerten, einen neuen Vorstand, die Delegierten zu den übergeordneten Konferenzen zu wählen und neue Aufgaben und Ziele festzulegen.
Volker Ackermann, Betriebsratsvorsitzender der Oettinger Brauerei in Gotha ist zum neuen Vorstandsvorsitzenden der -neuen- NGG Region Thüringen. Ihm zur Seite stehen noch 22 weitere Kolleginnen und Kollegen aus der Lebensmittelindustrie und der Hotel– und Gastronomie.
Wichtige politische Themen waren die Leiharbeit, Prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Altersarmut. Die zurzeit praktizierte Anrechnung der Riesterrente auf die gesetzliche Rente wird von der Gewerkschaft ebenso abgelehnt wie die Erhöhung des Renteneintrittsalters. “Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten jeden Tag sehr hart für ihr Geld und sparen sich jeden Groschen ab und dann wird ihnen noch im Alter das Ersparte weggenommen, das finden wir eine große Schweinerei. Der Staat muss endlich handeln, damit die Altersarmut nicht immer weiter rasant ansteigt. Da hilft es auch, endlich, wie seit langen gefordert einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, wobei da die 7,50 € schon bald zu wenig sind.“ so Christl Semmisch, Geschäftsführerin der NGG in Thüringen.
In seiner Gastrede unterstrich Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der NGG diese politische Herausforderung: „Wir werden an unserer Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn, der nicht unter 7,50 Euro liegen darf, festhalten. Europaweit ist Deutschland das einzige Land, das nicht in irgendeiner Form dem Lohndumping Grenzen setzt.
Vor allem die europäischen Nachbarn haben durchweg positive Erfahren gemacht.“